Position: Home arrow Aktuelle Informationen arrow Schweden 2011
Schweden 2011 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Franzi   

 

schweden1

 

Am Donnerstag den 11.08.2011 begann die Reise in den Norden um 8:30 Uhr am Hauptbahnhof in Karlsruhe. Nach 5 Stunden Fahrt mit dem Zug und mehrfachem Umsteigen kamen 18 Teilnehmer (13 - 17 Jahre alt) und 4 Betreuer in Kassel an von wo aus unsere Reise mit dem Reisebus fortgesetzt wurde. Diesen teilten wir uns mit einer Gruppe von Betreuern aus Kassel, die dasselbe Ziel hatten. Im Bus fanden auch die ersten Kennenlernspiele statt, die mit Begeisterung aufgenommen wurden. Nach 17-stündiger Fahrt, die durch 2 Fährfahrten und einigen Pausen unterbrochen wurde erreichte unsere Gruppe am Freitagmorgen gegen 10 Uhr das Haus am See, welches für die nächste Woche unsere Unterkunft sein würde.

Da wir bis Abends warten mussten bis die Gruppe, die noch im Haus war, abends mit dem Reisebus wieder zurück nach Deutschland fährt, begannen wir die Reise mit dem Erkunden der Umgebung, Volleyball spiel und Schwimmen im See. Wir bekamen eine Einweisung in die Benutzung des Hauses und der separat gelegenen Toiletten. Hier war es nämlich üblich  nach dem Toilettengang eine Schaufel Kalk in den Toiletteneimer, der selbstverständlich von uns geleert werden musste, zu geben.
Den ersten Abend ließen wir gemeinsam am Lagerfeuer mit Gitarrenmusik ausklingen.

Am nächsten Tag unternahmen wir eine ca. 30-minütige Wanderung zur nächstgelegenen Stadt Arvika, in der wir Lebensmittel für die nächsten Tage einkauften und die Teilnehmer die Möglichkeit hatten das schwedische Städtchen mitsamt Hafen zu erkunden und ihre Kronen in Postkarten und Souvenirs zu investieren.

Sonntags hatten wir eine Kanutour über den See geplant von wo wir einen kleinen Fluss entlang zum Glaskogen Nationalpark paddeln wollten. Dieser Plan ging allerdings leider nicht auf, da der besagte Fluss eher ein kleiner Bach war auf dem man unmöglich mit Kanus fahren konnte. Trotzdem verbrachten wir einen schönen Tag auf dem See und lernten die Kanus etwas näher kennen.

Am nächsten Tag wollten wir die Fahrt in den Nationalpark wiederholen, jetzt mit genauerem Plan wie man auch ohne Fluss hinkommt, allerdings spielte hier das Wetter nicht mit. Es regnete strömend und wir mussten auf ein Alternativprogramm ausweichen. Einige Teilnehmer setzten sich kreativ ans Werk und gestalteten eine Lagerflagge. Andere trotzten dem Regen und veranstalteten eine Schlammschlacht. Gegen Abend wurde das Wetter wieder etwas besser sodass wir gemeinsam am Lagerfeuer Stockbrot verzehren und bei Gitarrenmusik Lieder singen konnten.

Am darauffolgenden Tag unternehmen wir erneut eine Tour über den See und ließen die Kanus auf der anderen Seite in der Nähe eines Dorfes stehen. Dies war der Startpunkt einer etwa 4-stündigen Wanderung auf abenteuerlichen Naturpfaden zu einem in der Nähe gelegenen See. Der Höhepunkt des Tages war ein Hund, der sich spontan dazu entschloss unsere Gruppe zu begleiten und ausgelassen mit den Teilnehmern spielte, bis wir ihn beim Rückweg wieder zu Hause absetzten. Abends wieder am Haus errichteten wir gemeinsam aus Planen ein Dach über der Veranda unter dem einige Teilnehmer die Nacht im Freien verbrachten.

Der Mittwoch war ein Wellnesstag an dem die Teilnehmer sich mit verschiedenen Gesichtsmasken und Haarkuren verwöhnen und in der sich endlich wieder zeigenden Sonne entspannen konnten. Wie an den anderen Tagen der ersten Woche war auch die hauseigene Sauna wieder in Betrieb.

Den Tag ließen wir mit einem kleinen Bergfest mit Grillabend ausklingen.

Am Donnerstag begann der zweite Teil der Freizeit. Unsere Woche im Haus am See war vorüber und wir starteten die erste Etappe der Kanutour in Richtung Waldcamp.

Wir kamen später los als wir geplant hatten, erreichten aber nach kurzer Zeit das Ende des ersten Sees. Von hier aus mussten wir die Boote auf den mitgebrachten Rädern ca. 5 km über Land schieben um in den zweiten See einzusteigen. Nach insgesamt 9 Stunden Fahrt erreichten wir mit der untergehenden Sonne und einem wunderschönen Sonnenuntergang unsere erste Übernachtungsstelle, bei einer Kirche in Köla.

 

Schweden2

 

Der nächste Tag begann bereits etwas regnerisch und wir beeilten uns wieder auf den See zu kommen und weiterzufahren. Bereits nach wenigen Minuten fanden wir die Mündung des Flusses, dem wir die nächsten Tage folgen würden. Zum Glück war die Strömung des Flusses nicht sehr stark, da wir ihn flussaufwärts paddeln mussten. Der Regen ließ allerdings den gesamten Tag nicht nach und wir erreichten mit Einbruch der Dunkelheit sehr durchnässt unsere zweite Anlaufstelle in Koppom. Auch der Bus, mit dem einer der Betreuer jeweils parallel zur Paddeltour das Gepäck transportierte hatte einen aufregenden Tag hinter sich und durfte den schwedischen Abschleppdienst genauer kennenlernen.
Da wir alle durch die sehr lange und anstrengende Kanufahrt an diesem Tag erschöpft waren beschlossen wir den nächsten Tag in Koppom zu bleiben und erst am darauffolgenden Tag die dritte Etappe der Kanutour in Angriff zu nehmen.

Die Teilnehmer hatten am Samstag also die Möglichkeit die Stadt zu erkunden und sich im dortigen Supermarkt einzudecken. Auch nutzten wir den etwas trockeneren Tag um die nassgewordene Kleidung und die Zelte zu trocknen.

Sonntags begaben wir uns dann auf die letzte Etappe vor unserem Ziel dem Waldcamp. Dieses Mal war das Wetter schon eher nach unserem Geschmack und die Kanufahrt war in recht kurzer Zeit geschafft. Die Boote ließen wir am letzten See stehen und begaben uns zu Fuß auf die kurze Wanderung bis zum See direkt vor dem Waldcamp.

Dieses Camp war auch nicht mit unserem Auto zu erreichen. Wir konnten nur dorthin gelangen indem wir das gesamte Gepäck und alle Teilnehmer mit 2 Ruderbooten und einem Kanu in mehreren Fahrten über den See brachten.

Ingemar erwartete uns bereits dort und wies uns in die Geheimnisse des Überlebens in der schwedischen Wildnis auf seiner Seite des Sees ein. Hatte er dies getan überließ er uns unserem Schicksal und fuhr mit dem Boot zurück.
Das wichtigste das wir lernten war, dass das Wasser im See sowohl als unser Trinkwasser, zum Kochen, für den Abwasch und zum „Duschen" dienen musste. Hier kam unser biologisch abbaubares Duschgel und Spülmittel gut zum Einsatz.

Als Erstes galt es sehr viel zu entdecken und die 2 Blockhütten, die 2 Tipizelte und die Windschutzhütte, die sich überall auf dem recht steilen Gelände befanden, aufzuteilen und zu beziehen. Das Gelände kann man sich wie einen kleinen Wald vorstellen welcher von einigen Trampelpfaden durchzogen ist und in dem hier und dort eine kleine Hütte auftaucht.

Hier hatten wir auch die Möglichkeit mit Gas zu kochen und eine Sauna, die mit Holz anzufeuern war. Die Jungs hatten sehr viel Spaß dabei das von Ingemar grob zugesägte Holz zu spalten, welches wir für Lagerfeuer und Sauna gut gebrauchen konnten.

Montags boten wir verschiedene Aktivitäten an. Unter anderem Klippenspringen, eine Wanderung um den See (ca. 1h), eine Wanderung zum nahegelegenen Berg mit schöner Aussicht auf das Tag (ca. 2h) sowie Angeln und Schwimmen.

Am nächsten Tag unternahm eine Gruppe eine Wanderung zum Wasserfall in der Nähe und eine Andere begab sich wieder zu den Klippen. Heute wurde auch der erste und einzige Fisch gefangen, den wir als „Nachtisch" zum Abendessen des letzten Tages grillten.

Am Mittwoch hieß es dann Packen, Aufräumen, Toiletteneimer leeren und Abschied nehmen von der Wildnis, die uns Allen in der kurzen Zeit ans Herz gewachsen war. Ein letztes Gruppenfoto und dann machten wir uns auf den Weg das komplette Gepäck und alle Teilnehmer mit den Ruderbooten wieder zurück auf die andere Seite zu bringen wo der VW-Bus bereits auf uns wartete. Dieser sollte das schwere Gepäck nach Arvika zum Haus am See bringen, wo der Reisebus die zweite Gruppe, mit der wir bereits hingefahren sind, zuerst abholte. Da der Reisebus nicht die komplette Straße, die vom Regen sehr ausgewaschen und kaputt war, fahren konnte, musste unsere Gruppe mit einem Teil des Gepäcks ca. 40 Minuten zum Treffpunkt wandern wo wir abgeholt werden würden. Auch hier machte der VW-Bus die Erfahrung, dass es sich voll beladen auf einer kaputten Straße nicht sehr gut fährt und verabschiedete sich persönlich vom Abschleppdienst.
Da uns die Zeit aufgrund der Vorkommnisse davonzulaufen drohte, waren wir froh, dass der Fahrer des Reisebusses, welcher gleichzeitig mit dem Abschleppdienst eintraf, einverstanden war, dem VW-Bus bis nach Arvika zu folgen, wo wir ihn abgeben mussten.
Eine Stunde später als geplant begaben wir uns etwas wehmütig auf die lange Rückfahrt in die Heimat.





Digg!Reddit!Del.icio.us!Google!Facebook!Slashdot!Netscape!Technorati!StumbleUpon!Newsvine!Furl!Yahoo!Ma.gnolia!Free social bookmarking plugins and extensions for Joomla! websites! title=
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 21. September 2011 )
 
< Zurück   Weiter >