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Paul Agriesti
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Paul Agriesti


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19.11.2020

FARN-Fachtagung - Ökodiktatur oder Graswurzelbewegung?

© FARN
Natur- und Umweltschutz zwischen Autoritarismus und Liberalismus - Die dritte FARN-Fachtagung beschäftigt sich mit liberalen und autoritären Konzepten der Umweltbewegung sowie mit den durch sie hervorgerufenen regressiven Reflexen in der „bürgerlichen Mitte“ und am „rechten Rand“.

Derzeit sind zwei gesellschaftspolitische Entwicklungen zu beobachten: Da gibt es die einen, die angesichts der globalen Krisen die Augen schließen. Sie wollen nichts wissen über den menschengemachten Klimawandel, über Ressourcenverknappung und Artensterben. Sie halten fest an ihren Gewohnheiten und ihren Privilegien. Sie argumentieren mit „dem kleinen Mann“ und schreien „Ökodiktatur!“, wenn die sozial-ökologische Transformation gefordert wird. Sie sehnen sich nach Grenzen, nach Heimat, Volk und Vaterland.

Und dann gibt es da die anderen, die auf die Straße gehen, weil sie nicht akzeptieren wollen, dass die Welt so sein muss, wie sie ist. Sie kämpfen für ein menschenwürdiges Leben und eine intakte Umwelt. Sie fordern ihre Regierungen auf, Verantwortung zu übernehmen für die Natur, für kommende Generationen und die Menschen im globalen Süden. Von ihren Mitbürgern*innen verlangen sie nicht weniger als den Wandel ihres individuellen Lebensstils. Wie dieser allerdings zu haben ist, da scheiden sich die Geister.

Geplante Workshops
 

Rechte Landnahme. Die Vereinnahmung der Natur- und Umweltschutzszene durch rechte Akteur*innen
Der Workshop will zum einen vermitteln, wo und wie rechte Positionen und rechtsextreme Gruppierungen auf das lokale umwelt- beziehungsweise naturschutzbezogene Engagement einwirken. Es werden die Ergebnisse einer Online-Umfrage bei Natur- und Umweltschutzverbänden zur Erfahrung mit rechtsextremen und rechtsideologischen Einflussnahmen vorgestellt, die diversu in Kooperation mit dem DNR e.V. Ende 2019 durchgeführt hat. Ausgehend von bisherigen Gegenstrategien werden zum anderen Erfahrungen und Vorschläge zum Umgang mit der rechten Landnahme im Natur- und Umweltschutz diskutiert.
Referent*in: Dr. Christine Katz, diversu e.V.

Netzwerkarbeit zu rechten Tendenzen in der Landwirtschaft
Nicht erst in den vergangenen Jahren ist deutlich geworden, dass Gruppen mit rechtsradikaler Gesinnung im Ökolandbau mitmischen. Menschen, die sich rechten Gruppierungen wie zum Beispiel völkischen Siedler*innen, der AFD oder der rechtsoffenen Anastasia-Bewegung zugehörig fühlen, ziehen aufs Land und verbreiten dort unter dem Deckmantel der romantischen Idylle ländlichen Lebens ihre menschenverachtende Ideologie. Auch die Idee der solidarischen Landwirtschaft ist für diese Menschen anschlussfähig.
2016 gründete sich daher im Netzwerk Solidarische Landwirtschaft die Arbeitsgruppe Rechte Tendenzen. In diesem Workshop wird die bisherige Arbeit der AG und deren Handlungsstrategien beschrieben, es gibt einen Input zu rechten Einflüssen auf (Öko)-Landwirtschaft und ausreichend Zeit zum Austausch.
Referent*innen: Barbara und Kristin, AG „Rechte Tendenzen“ des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft

Wider „Eine Décroissance, die wir allzu bürgerlich Gewordenen vertreten müssen“
Warum raumorientierte Volkswirtschaften rechts sind, Commons links und Degrowth das, was wir draus machen
Das heutige Menschenbild ist mit dem Homo Oeconomicus aufs Engste verwoben; daraus entstehen widersprüchliche Anrufungen: einerseits historisch das biologistische Versprechen von Weißsein und Männlichkeit als Zeichen natürlicher Überlegenheit – andererseits ist diese Überlegenheit zutiefst an Leistungsfähigkeit gekoppelt und ging und geht mit dem biologisierten Ausschluss einer ‚Unterklasse‘ einher. Während aufgrund von Emanzipationsbewegungen die Teilhabe im System für Frauen* und People of Colour erleichtert wurde, drückt sich im Erstarken rechter Strömungen das Klammern an die Vorstellung einer natürlichen weißen und männlichen Überlegenheit aus. Wachstumskritik von rechts kann in diesem Sinne als Befreiung vom Leistungsdruck und als scheinbare Rückkehr zu einer Ordnung verstanden werden, in der sich alles wieder am rechten Platz befinden möge, einschließlich der Natur. Commons verbinden die Abkehr von Leistungs- und Wachstumszwang mit einer anti-identitären Zugangsweise und können so eine attraktive gesellschaftliche Alternative darstellen.
Referent*in: Friederike Habermann, Wissenschaftlerin

Ökologie in der „Neuen Rechten“
Naturschutz wird in der extremen Rechten seit jeher als ihr ureigenes Thema verstanden und als „Heimatschutz“ propagiert. So beschäftigt sich auch die sogenannte „Neue Rechte“ mit ökologischen Fragen und versucht damit den Diskurs zu beeinflussen. Ob es nun um Wachstumskritik, Artenvielfalt oder die Energiewende geht: Die Argumente sind antidemokratisch und biologistisch. Progressive Ideen werden in rückwärtsgewandte Konzepte eingebunden und als Gegenpol zu emanzipatorischen ökologischen Ansätzen in Stellung gebracht.
Der Workshop beleuchtet die Argumentationsweisen neu-rechter Akteur*innen und Gruppierungen und wirft einen Blick auf deren mediales Erscheinungsbild. Dabei werden wir Konzepte neu-rechter Ökologie analysieren und über Schnittmengen und Abgrenzungen diskutieren.
Referent*innen: Klara Kauhausen & Yannick Passeick, Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN)

Die Klimakrise aus einer BiPoc Perspektive
Wir, „BLACK EARTH – BIPoC Environmental & Climate Justice Kollektiv Berlin“, möchten eine partizipatorische Klimapolitik sehen, die aus dekolonialen, queer-feminsitischen und ökologischen Perspektiven besteht. Wir wollen weg von ausbeuterischen Produktions-, Wirtschafts- und Lebensweisen, die vielen Menschen des Globalen Nordens ein komfortables Leben im Überfluss ermöglichen. Die negativen Auswirkungen dieser Ausbeutung waren, sind und werden vor allem für Menschen und für die Ökosysteme des Globalen Südens spürbar.
Wir wollen bestehende Machtverhältnisse und jegliche Diskriminierungen sichtbar machen, die zu Leid, Entmenschlichung und Zerstörung führen.
Wir fordern zur Erreichung einer klimagerechten Zukunft unter anderem die Solidarität mit Umweltaktivist*innen im Globalen Süden, Anerkennung der historischen Verantwortung des globalen Nordens für emittierte Treibhausgase und die gerechte Partizipation von marginalisierten Menschen an der globalen Politik.
Referent*innen: BLACK EARTH – BIPoC Environmental & Climate Justice Kollektiv Berlin

Auskunft & Anmeldung: 

FARN – Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz
c/o NaturFreunde Deutschlands
Warschauer Str. 58a/59a
10243 Berlin
Silke Dehm
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(030) 29 77 32 -68

Veranstaltungsinfos
Datum: 19.11.2020
Preis: 45 Euro p. P.
Anmeldung bis: 23.10.2020

Tags: FARN

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